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Salatsuppe







Angeblich ist ja jetzt Sommer. Nachdem ich heute allein 2x vom Regen durchnässt wurde sehe ich das nicht ganz so. Allerdings will ich auch nicht meckern, weil ich persönlich so gar nicht auf den Sommer stehe.

Ich bin eher ein Herbsttyp, liebe aber auch meinen matschigen, kalten, dunklen Winter. 
Außerdem wohnen wir im Dachgeschoss ohne Balkon und Garten, ich schwitze nur gerne beim Sport und nicht beim Schlafen, unsere Nachbarn müssen im Sommer offenbar nicht arbeiten und können jede Nacht Partys feiern oder lauthals ihre (beschissene) politische Meinung besprechen. Das Problem ist, dass die Polizei nicht immer die Lärmquelle findet, wenn ich entnervt um 2 Uhr früh dort anrufe. Aber ich schweife ab... Sommer ist wie gesagt einfach nicht meins. 

Im Sommer liebe ich kalte Suppen. Warum? Weil man ja sowieso viel mehr Wasser zu sich nehmen sollte als sonst, dabei aber auch satt wird ohne sich dermaßen vollzustopfen dass man unfähig sich zu bewegen nur noch vegetieren kann.

Den ganzen Sommer möchte ich persönlich aber auch nicht nur Gazpacho essen (die einzige kalte Suppe, die ich jahrelang kannte). Dass man Salat auch in eine Suppe geben kann weiß ich theoretisch von meiner Mama, aber es gibt ja so Dinge die man einfach vergisst. Ein Löffel von dieser Suppe versetzte mich Jahrzehnte zurück (ich bin eben alt). 

450-500g geputzter Salat
Eine Stange Lauch
Öl
 2-3 ELLiebstöckel
500 mlGemüsebrühe
50g Schmelzkäse
100g Sahne

Den Salat kleinschneiden. Dabei muss man nicht besonders gründlich sein, am Ende wird sowieso alles nochmal püriert. Den Lauch auch putzen und in Ringe schneiden. Lauch und Salat einige Minuten im Öl anschwitzen lassen bis gerade der Salat etwas Volumen eingebüßt hat. Die Gemüsebrühe kommt dazu und jetzt darf es knappe 10 Minuten lustig kochen. Den Liebstöckel nur in den letzten paar Minuten dazu geben und den Topf schließlich vom Herd nehmen und etwas abkühlen lassen. 

Dann pürieren (das ist schon der einzige Grund warum ich es abkühlen lasse - die Verbrennungsgefahr ist mir sonst zu hoch) und wieder auf den Herd, allerdings nur auf mittlerer Hitze und den Schmelzkäse unterrühren. 

Nun hat man zwei Möglichkeiten. Entweder man gibt jetzt sofort die Sahne hinein und serviert die Suppe warm oder man lässt sie ganz abkühlen (am besten über Nacht in den Kühlschrank) und gibt die Sahne dann in die kalte Suppe wenn man sie essen will. 

Mein Favorit ist definitiv die kalte Variante. Gerade wo es so warm ist, verschlinge ich so eine Suppe ganz gern nebenher beim Brot backen oder sonstigem Wuseln (s. Bild). 


Variationen: 

Man kann sich Sahne etc. sparen indem man eine Water-Roux macht, also eine Mehlschwitze mit Wasser. Dann ist es zwar nicht mehr Low Carb, aber definitiv vegan.

Statt Salat geht auch Spinat (für alle die einem gekochten Salat nicht trauen).

Frische Cocktailtomaten oder Datteltomaten in die Suppe geben wenn sie serviert wird.

Dazu muss man eigentlich von Amtswegen her Knoblauchbrot essen. Es passt perfekt. Oder Knoblauchcroûtons, ganz frisch und heiß in die kalte Suppe. Tha bomb! 💣


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