Direkt zum Hauptbereich

Paprika-Cashew Brotaufstrich


Wenn mein Mini-Me neue Dinge ausprobiert und sofort mag, dann geht mein Herz einfach auf. Er isst mit einer Freude die ich bisher selten bei Kindern gesehen habe. Das darf man süß finden, finde ich. Wir versuchen, ihm ein Bewusstsein für Geschmack und Textur zu geben. Was man aus Zutaten alles machen kann, wie alles zusammenkommt. Er erfährt das mit Neugier und Spaß. 
Momentan probieren wir uns lustig durch pikante, vegane Brotaufstriche. Die kaufen wir zuerst mal im Supermarkt ein. Neuester Favorit: Paprika-Cashew. Und meistens geht das beim Probieren dann so: 

"Oh Mama, das schmeckt mir gut! Kannst du das auch selber machen?" 
(er liebt selbst gemachte Dinge) 

*checkt die Zutatenliste*

"Kriege ich hin."

Und dann wird getestet. 
Also schnell Paprika eingekauft (den Rest der Zutaten habe ich eh zuhause) und los geht das. 
Wenn ich etwas nachbaue, gehe ich immer von den Prozentangaben auf der Zutatenliste aus. Manchmal treffe ich nicht ganz, aber manchmal ist es sogar besser als die gekaufte Version.

Etwas Vorlaufzeit braucht man für diesen Aufstrich schon. So 2 Stunden. 😜
Dass Cashews und Paprika gesund sind, ist ja kein Geheimnis. Aber Hefeflocken habe ich erst vor etwa einem Jahr für mich entdeckt. Wer sie nicht kennt: Hefeflocken (oder Nährhefe) ist käsig schmeckende inaktivierte Hefe, die man als Bindemittel und Würzung einsetzen kann. Sie ist reich an B-Vitaminen (wie Mini-Me und ich gestern in einem Buch zufällig gelernt haben, sind diese besonders gut für Nerven und Gehirn - also warum nicht so den Tag beginnen?). Nährhefe ist nicht besonders hitzeresistent, daher erst unterrühren, wenn die Masse abgekühlt ist.

50g Cashews (eingeweicht) 
100g rote Paprika 
1½-2EL Hefeflocken 
½TL geräuchertes Paprikapulver 
2EL Tomatenmark
Salz nach Geschmack 
Etwas Wasser

Zunächst weicht man etwa 2 Stunden die Cashews ein. Dann abgießen und in einen Mixer / Food processor füllen. Die Paprika kleinschneiden und etwa 20 Minuten bei 180°C Umluft rösten. Danach auch in den Mixer. Da der Mixer etwas gestockt hat, habe ich Schlückchen für Schlückchen Wasser dazu gegeben. Gerade so viel, dass sich die Masse gut mischen ließ. 

Wenn sich alles gut vermischt hat, alles in eine Schüssel gießen und mit den restlichen Zutaten mischen. Fertig. 

Beim Test kam: 
"Hier, probier mal."
"...(probiert)... Nochmal."
*wartet*
"Und?"
"Nochmal, aber einen großen Löffel!" 

Mehr muss man nicht sagen.






Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Super easy Trüffel

Diese lieblichen Kleinigkeiten habe ich zu Weihnachten gemacht und verschenkt. Wirklich super super einfach, man braucht nur zwei Zutaten und sie sind sehr lecker.  Man benötigt nur zu gleichen Teilen gezuckerte Kondensmilch und Backkakao. Vom Kakao empfehle ich, noch etwas in der Hinterhand zu haben. Das braucht man.   Die Kondensmilch ganz kurz aufkochen und dabei immer durchrühren, damit auch nichts anbrennt. Jetzt kommt der Backkakao dazu, aber nicht alles auf einmal und am Besten gesiebt. Immer weiter rühren, bis eine halb feste, klebrige Masse entsteht (etwa wie geschlagene Butter).  Dann braucht man eine Form. Flach, hoch, rund - völlig egal. Am Besten mit Frischhaltefolie auskleiden, damit nachher keine Schweinerei stattfindet. Dort wird die Masse nun hineingestrichen und dann so lang im Kühlschrank gelassen bis sie recht fest und vollständig abgekühlt ist.  Danach holt man den Schoko-Block aus dem Kühlschrank und pude...

Yufkarollen mit Hackfleisch und Spinat

So gaaaaaanz langsam reicht es mir persönlich mit Temperaturen über 30°C. Euch auch?  Meine Meinung dazu ist, ab September hat das nur noch maximal 23°C zu sein, damit man langsam die Pullover auspacken kann. Warum?  Ich bin im Winter geboren und wahrscheinlich mag ich daher den Sommer einfach nicht. Obwohl - ein paar Dinge am Sommer gut sind: laue Sommerabende, Sommerregen, Gewitter. Aber Wespen, Schweiß und Sonnenallergie tausche ich jederzeit gerne gegen einen richtig matschigen Wintertag in der Innenstadt.  Im Winter kann man endlich auch wieder richtig herzhaft essen. So etwas wie das folgende Rezept.  Passt auch gut in eine Lunchbox und daraus lebe ich momentan verstärkt. Der neue Job ist super großartig, aber entspannt zuhause mittags zu essen kann ich vergessen. Man kann nicht alles haben - ihr habt jetzt das Rezept: 8 Yufka-Blätter 300g Rinderhack 1 Paket Rahmspinat eine Zwiebel 2 Knoblauchzehen Cayennepfeffer Salz getrocknete Minze (1 EL) gertocknet...

Veganes Burrito-Pilzhack mit Cashew-Frischkäse

Im Zuge der öffentlichen Berichterstattungen über Zustände in einigen fleischverarbeitenden Betrieben in Deutschland haben sich viele gefragt: "Wie geht eigentlich ein bisschen mehr vegan?" . Und diese Frage ist ja durchaus berechtigt, sind wir doch alle in dem Glauben erzogen worden Fleisch ist ausschließlich gesund und gut und wichtig. Mein Mann sagt oft, früher habe es bei ihnen zuhause täglich Fleisch gegeben. Mittlerweile ist das aber nicht mehr so.  Meine Mutter galt mit Grünkernbratlingen als Öko, und so uncool ich das früher auch fand - eigentlich ist das genau richtig so gewesen und auch wir verzichten knapp 5 Tage in der Woche auf Fleisch. Mini-Me isst unter der Woche im Kindergarten. Dort gab es auch fast täglich Fleisch und das stieß mir sauer auf. Bevor ich aber etwas sagte wurde zum Glück der Caterer gewechselt und so kommt Mini jetzt oft in den Genuss von vegetarischem Essen wie Chili sin Carne, Veggie-Schnitzeln und Gemüseauflauf. Ich stehe nicht wirklich auf...