Im Zuge der öffentlichen Berichterstattungen über Zustände in einigen fleischverarbeitenden Betrieben in Deutschland haben sich viele gefragt: "Wie geht eigentlich ein bisschen mehr vegan?". Und diese Frage ist ja durchaus berechtigt, sind wir doch alle in dem Glauben erzogen worden Fleisch ist ausschließlich gesund und gut und wichtig. Mein Mann sagt oft, früher habe es bei ihnen zuhause täglich Fleisch gegeben. Mittlerweile ist das aber nicht mehr so.
Meine Mutter galt mit Grünkernbratlingen als Öko, und so uncool ich das früher auch fand - eigentlich ist das genau richtig so gewesen und auch wir verzichten knapp 5 Tage in der Woche auf Fleisch. Mini-Me isst unter der Woche im Kindergarten. Dort gab es auch fast täglich Fleisch und das stieß mir sauer auf. Bevor ich aber etwas sagte wurde zum Glück der Caterer gewechselt und so kommt Mini jetzt oft in den Genuss von vegetarischem Essen wie Chili sin Carne, Veggie-Schnitzeln und Gemüseauflauf.
Ich stehe nicht wirklich auf "Ersatzprodukte", sondern mache gerne vegetarisches oder veganes Essen aus handelsüblichen Dingen, die man überall bekommt. Ausnahmen bestätigen aber die Regel, Sojagranulat habe ich auch 😅.
Eins meiner liebsten veganen Gerichte ist eben dieses hier. Man vermisst das Fleisch im Burrito etwa 0,0. Es ist würzig und scharf. Entweder rollt man es in einen Wrap (Rezept hier) oder nimmt dazu Tortillachips und das Hack als Dip, Taco-Shells - Fantasie und so 😏.
![]() |
| Durchgeschnitten nicht mehr ganz so hübsch, aber nach wie vor lecker. |
Pilzhack:
- eine Zwiebel
- zwei Knoblauchzehen
- eine Chillischote
- 600g Champignons
- eine rote Paprika
- 1 EL Kreuzkümmel
- 1 EL geräuchterte Paprika (alternativ ein paar Tropfen Flüssigrauch)
- Salz, Öl
- Barbecuesoße, Chillisoße, Sojasoße
Alles Gemüse erst mal fein hacken. Die Zwiebel in Öl anbraten, wenn sie etwas Farbe bekommen, Chilli und Knoblauch dazu. Den Kreuzkümmel, das Paprikagewürz und Salz zugeben und etwas mitbraten lassen. Jetzt kommen Pilze und Paprika. Sobald die Pilze etwas in sich zusammengefallen sind werden von den Soßen je 1-2 EL eingerührt. Danach lässt man es auf die gewünschte Konsistenz einkochen.
Cashew-Frischkäse:
- 50g Cashewkerne
- Wasser
- Gewürze nach Wahl
Die Kerne am besten über Nacht in einer großzügigen Menge Wasser einlegen. Am nächsten Tag das "alte Wasser" wegschütten, die Kerne mit frischem Wasser knapp bedecken und durch den Mixer schicken. Wenn es eine recht homogene Masse bildet, den Mixer abschalten und durch ein sehr feines Sieb streichen (oder einen Nussmilchbeutel nutzen). Die übrigbleibende Cashewmilch wird bitte nicht weggeschüttet, sie ist sehr cremig und freut sich, in einer schönen Tasse Kaffee zu landen. Man kann sie auch hervorragend einfrieren, ich koche recht oft damit.
Das Mus was übrig bleibt ist die Grundmasse für den Frischkäse, den man dann nach Belieben würzen kann. Ich habe etwas Korianderpulver, Salz, Petersilie und Zitronensaft benutzt um ihn an das Gericht anzupassen. Aber der "Frischkäse" kann auch mit etwas Salz, Oregano und Tomatenmark zu einem Pizza-Brotaufstrich werden. Der grundsätzliche Eigengeschmack ist minimal, man hat also alle Möglichkeiten. Auch als süßen Aufstrich kann ich ihn mir gut vorstellen, das bedarf aber noch einer kleinen Testreihe meinerseits.


Kommentare
Kommentar veröffentlichen