Direkt zum Hauptbereich

Hefeweißbrot ohne Zucker

Kennt ihr das auch? 

Ihr genießt euren Sonntag in vollen Zügen und dann meldet sich diese kleine Stimme aus dem Hinterkopf: "Ähm... Sachma, haste noch genug Brot im Haus?". Fuuuuu….😱

Ich springe dann meistens panisch auf und checke die Bestände. Heute wusste ich aber, dass ich keins hatte und auch nichts angesetzt hatte (Brot backen braucht mit Sauerteig zB.etwas Planung und ich bin ja sowieso schon so ein kopfloses Huhn...). 

So eine richtige Auswahl an Mehl habe ich auch nicht im Haus gehabt, irgendwie war ich beim Einkaufen auch nicht ganz bei der Sache. Vielleicht brauche ich mal Urlaub?

Daher gibt es heute ein Weißbrot, aber kein süßes Brot. Ich esse zwar auch Käse etc. ohne mit der Wimper zu zucken auf einem Rosinenbrötchen, generell komme ich aber meistens gut ohne etwas Süßes aus. Ich bin einfach eher so ne Herzhafte. Weißer Toast ist mir fast schon zu süß.

Also dieses Brot kommt ohne großes Chichi aus, es läuft so mit, macht wenig Arbeit und passt geschmacklich eigentlich zu allem, allerdings kann ich es mir sehr gut als Röstbrot vorstellen. Ziemlich braun geröstet, eine Knoblauchzehe darüber verrieben und mit Olivenöl und Salz beträufelt (gebt euch das mal - es ist SO gut!). 

Bevor einer anfängt unkontrolliert zu sabbern gebe ich das Rezept heraus.

500g Mehl Type 405
300ml Wasser (lauwarm)
1 Pck. Trockenhefe
12g Salz
15g Olivenöl
optional 2 EL Backmalz, kann man sich aber klemmen

Überraschenderweise wirft man einfach alle Zutaten in eine Rührschüssel. Dann lässt man das von der Maschine etwa 10-15 Minuten kneten. Wichtig ist hier aufzupassen, dass der Teig mit der Zeit elastischer wird. Er fühlt sich dann auch weicher an, sollte aber nicht kleben.

Zu einer Kugel formen, abdecken und knapp 2 Stunden wachsen lassen. 

Dann wieder herausnehmen und nochmal gut durchkneten. Jetzt den Laib formen. Ich habe ihn rund gemacht und in einem Tuch im Gärkörbchen nochmal ca. eine Stunde ruhen lassen. 

Motiv heute dem "Herrn der Ringe" entlehnt, eine Hobbithöhle.

Den Ofen kann man dann schon auf 220°C vorheizen (helle Brote knalle ich nicht auf so Affenhitze durch, sonst wird mir das zu dunkel) und einen feuerfesten Behälter mit Wasser unten hineinstellen.

Wenn die Temperatur erreicht ist und das Wasser kocht, stürzt man das Brot auf ein Backblech mit Backpapier und schneidet es ein paar Mal ein (ich mache das mit einer Rasierklinge, die Schnitte sind einfach sauberer und besser zu kontrollieren). 

Nach ca. 15 Minuten entnimmt man dem Ofen die feuerfeste Schale mit dem Rest Wasser und schaltet auf 200°C herunter. Dann noch etwa 30-40 Minuten backen. 

Um die Gare zu prüfen, klopfe ich auf die Unterseite des Laibes. Klingt es hohl, ist es fertig.

Und das war schon das ganze Geheimnis, wie man schnell und einfach an ein schönes Weißbrot, was nicht süß ist, kommt.




Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Super easy Trüffel

Diese lieblichen Kleinigkeiten habe ich zu Weihnachten gemacht und verschenkt. Wirklich super super einfach, man braucht nur zwei Zutaten und sie sind sehr lecker.  Man benötigt nur zu gleichen Teilen gezuckerte Kondensmilch und Backkakao. Vom Kakao empfehle ich, noch etwas in der Hinterhand zu haben. Das braucht man.   Die Kondensmilch ganz kurz aufkochen und dabei immer durchrühren, damit auch nichts anbrennt. Jetzt kommt der Backkakao dazu, aber nicht alles auf einmal und am Besten gesiebt. Immer weiter rühren, bis eine halb feste, klebrige Masse entsteht (etwa wie geschlagene Butter).  Dann braucht man eine Form. Flach, hoch, rund - völlig egal. Am Besten mit Frischhaltefolie auskleiden, damit nachher keine Schweinerei stattfindet. Dort wird die Masse nun hineingestrichen und dann so lang im Kühlschrank gelassen bis sie recht fest und vollständig abgekühlt ist.  Danach holt man den Schoko-Block aus dem Kühlschrank und pude...

Yufkarollen mit Hackfleisch und Spinat

So gaaaaaanz langsam reicht es mir persönlich mit Temperaturen über 30°C. Euch auch?  Meine Meinung dazu ist, ab September hat das nur noch maximal 23°C zu sein, damit man langsam die Pullover auspacken kann. Warum?  Ich bin im Winter geboren und wahrscheinlich mag ich daher den Sommer einfach nicht. Obwohl - ein paar Dinge am Sommer gut sind: laue Sommerabende, Sommerregen, Gewitter. Aber Wespen, Schweiß und Sonnenallergie tausche ich jederzeit gerne gegen einen richtig matschigen Wintertag in der Innenstadt.  Im Winter kann man endlich auch wieder richtig herzhaft essen. So etwas wie das folgende Rezept.  Passt auch gut in eine Lunchbox und daraus lebe ich momentan verstärkt. Der neue Job ist super großartig, aber entspannt zuhause mittags zu essen kann ich vergessen. Man kann nicht alles haben - ihr habt jetzt das Rezept: 8 Yufka-Blätter 300g Rinderhack 1 Paket Rahmspinat eine Zwiebel 2 Knoblauchzehen Cayennepfeffer Salz getrocknete Minze (1 EL) gertocknet...

Veganes Burrito-Pilzhack mit Cashew-Frischkäse

Im Zuge der öffentlichen Berichterstattungen über Zustände in einigen fleischverarbeitenden Betrieben in Deutschland haben sich viele gefragt: "Wie geht eigentlich ein bisschen mehr vegan?" . Und diese Frage ist ja durchaus berechtigt, sind wir doch alle in dem Glauben erzogen worden Fleisch ist ausschließlich gesund und gut und wichtig. Mein Mann sagt oft, früher habe es bei ihnen zuhause täglich Fleisch gegeben. Mittlerweile ist das aber nicht mehr so.  Meine Mutter galt mit Grünkernbratlingen als Öko, und so uncool ich das früher auch fand - eigentlich ist das genau richtig so gewesen und auch wir verzichten knapp 5 Tage in der Woche auf Fleisch. Mini-Me isst unter der Woche im Kindergarten. Dort gab es auch fast täglich Fleisch und das stieß mir sauer auf. Bevor ich aber etwas sagte wurde zum Glück der Caterer gewechselt und so kommt Mini jetzt oft in den Genuss von vegetarischem Essen wie Chili sin Carne, Veggie-Schnitzeln und Gemüseauflauf. Ich stehe nicht wirklich auf...