Direkt zum Hauptbereich

Falafel


Man kann aus Kichererbsen echt viel geilen Scheiß machen: Hummus, Kichererbsensalat - you name it!

Meine Eltern haben früher in einer gewissen Regelmäßigkeit Dienstreisen nach Israel unternommen. Das bedeutete für uns ein paar Tage bei Omi und Großvater zu sein, was super war, es bedeutete aber auch Geschichten über Kibbuzim, die Wüste Negev, Salz aus dem Toten Meer und dass meine Mutter Kochbücher anschleppte in denen Dinge standen wie der eben genannte Hummus, gefilte Fisch und eben Falafel.

Wie neidisch ich war, ich wollte auch gerne nach Israel. Bis heute habe ich mir diesen Traum noch nicht erfüllt (ich fliege aber auch nicht gern und das ist fast das größte Hindernis dabei) aber für ein bisschen "Israel-Feeling" mache ich gerne Gerichte aus dem vorderasiatischen Raum.

Falafel werden ja eigentlich gern frittiert, diese hier kommen aus dem Backofen, können aber auch in die Fritteuse.

Falafel (20-25 Stück)

300g trockene Kichererbsen
eine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
1 TL Salz
1 TL Pfeffer
1,5 TL Cumin
2 TL Korianderpulver
Fett
evtl Paniermehl

Zunächst werden die Kichererbsen über Nacht in einer großen Schüssel gewässert. Am nächsten Tag gehen dann die aufgequollenen Kichererbsen mit Zwiebel und Knoblauch durch den Fleischwolf. Dabei entsteht ein etwas stückiger Brei.

Die Gewürze hinzufügen. Ist die Masse zu trocken und brüchig, sollte EL für EL Wasser dazugegeben werden. Jetzt werden einfach Bällchen geformt. Wer sie frittieren möchte, wendet sie noch in etwas Paniermehl, für die Back-Fraktion (Braktion 😜) kann dieser Schritt entfallen, weil sie sonst zu hart werden könnten. Zum Frittieren können die Falafel jetzt ins Fett geworfen werden und ein paar Minuten durchfrittiert werden.

Die "Bäcker" nehmen nun eine große Form, die in den Backofen kann (der auf 200°C vorgeheizt wird) und fetten diese gut und großzügig ein. Die rohen Falafel dann in der Form parken und im Ofen platzieren. Dort brauchen sie ca. 20-30 Minuten, in denen sie regelmäßig gewendet werden.

Falafel kann man in einer Pita-Tasche mit Salat essen, oder einfach zu einem Salat. In meinen Augen passt nix besser zu ihnen. Man kann sie problemlos in eine Lunchbox packen, auf Cocktailspieße stecken oder sich unterwegs ein paar reinziehen. Sie sind die Frikadellenbällchen die nicht durchgehend gekühlt werden müssen, sie sind vegan und vor allen Dingen sind sie immer lecker.





Lunchbox

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Veganes Burrito-Pilzhack mit Cashew-Frischkäse

Im Zuge der öffentlichen Berichterstattungen über Zustände in einigen fleischverarbeitenden Betrieben in Deutschland haben sich viele gefragt: "Wie geht eigentlich ein bisschen mehr vegan?" . Und diese Frage ist ja durchaus berechtigt, sind wir doch alle in dem Glauben erzogen worden Fleisch ist ausschließlich gesund und gut und wichtig. Mein Mann sagt oft, früher habe es bei ihnen zuhause täglich Fleisch gegeben. Mittlerweile ist das aber nicht mehr so.  Meine Mutter galt mit Grünkernbratlingen als Öko, und so uncool ich das früher auch fand - eigentlich ist das genau richtig so gewesen und auch wir verzichten knapp 5 Tage in der Woche auf Fleisch. Mini-Me isst unter der Woche im Kindergarten. Dort gab es auch fast täglich Fleisch und das stieß mir sauer auf. Bevor ich aber etwas sagte wurde zum Glück der Caterer gewechselt und so kommt Mini jetzt oft in den Genuss von vegetarischem Essen wie Chili sin Carne, Veggie-Schnitzeln und Gemüseauflauf. Ich stehe nicht wirklich auf...

Chicken Pot Pie

Auf Facebook folge ich recht vielen Kochseiten in englischer Sprache. Aus dem amerikanischen Raum lese ich oft "comfort Food" oder "Soul food" in Verbindung mit etwas, was sich "Pot Pie" nennt. Es hat mich schon länger gereizt, aber da wir momentan recht selten Fleisch essen, musste ich das richtig planen 🙈. Jedenfalls habe ich gestern einfach mal herumprobiert. Es empfiehlt sich eine Tarte- oder Pieform, sowas habe ich nicht, weswegen ich einfach eine Springform mit 26cm Durchmesser nahm. Ging auch ganz gut. Perfekt war es nicht, aber auf jeden Fall sehr lecker. Der Teigrand war knusprig-buttrig und die Füllung eine Mischung aus Muttis Hühnersuppe und Omas Frikassee. Für die ganze Familie an einem kalten Mittag genau das Richtige. Teig: (würde ich zuerst machen, denn der muss in den Kühlschrank bevor er weiter verwendet wird) 550g Mehl 405 50g Weizenvollkornmehl 100g Wasser 300g Margarine 6g Salz Alles zu einem Teig verkneten (mit den Händen...

Wraps

Wraps finde ich super genial.  Sie sind wandelbar und daher für richtig viele Rezepte zu benutzen. Man kann Salate darin einwickeln, sie als Böden für herzhafte "Torten" nehmen, schnell eine Quesadilla zubereiten (z. B. verkatert zum Konterbier) oder Lachshäppchen als schicken Aperitif servieren.                                                                                              Diese hier sind vegan und können entweder nur mit Weißmehl oder auch als Vollkornmischung gemacht werden. Auch mit Leinsamen kann man sie etwas vollwertiger machen.  220g Mehl 100ml warmes Wasser 1/4 TL Backpulver 1/2 TL Salz 2 1/2 TL Öl (am besten geschmacksneutral) Ist ja jetzt grundsätzlich nicht viel, was man braucht un...