Direkt zum Hauptbereich

Easy peasy Geburtstagstorte


Mein Mini-Me ist gerade fünf geworden. Natürlich ist dieser Geburtstag deutlich anders als die letzten. Kein Besuch in der Wohnung, die Großeltern kamen nur kurz vor die Haustür. Keine Fete im Kindergarten, wieder nur mit Mama und Papa abhängen.

Was aber nicht fehlen darf sind ein paar Geschenke und eine Torte. Geschenke haben wir im Voraus und in Absprache mit den Großeltern besorgt, damit sich niemand in die Stadt stürzen musste, nur Karten sollten geschrieben werden.
Aber die Torte ist ja sehr wichtig. Die konnten wir nicht ausfallen lassen, konnten aber auch keine Riesentorte für 47 Mann backen.

Mini-Me darf sich immer wünschen, was es für eine Torte gibt. In diesem Jahr sollte es mit Erdbeergeschmack sein. Mit Fondant etc brauche ich meinem Kindelein nicht zu kommen, also habe ich mich für die folgende Variante entschieden:

Erdbeereis-Cremetorte

Man benötigt eine Springform mit 20cm Durchmesser. Das ist sehr klein, wir konnten aber zwei Tage davon essen.

Teig:
4 Eier
2 EL lauwarmes Wasser
eine Prise Salz
80g Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
60g Mehl Type 405
60g Speisestärke
1TL Backpulver
40g flüssige Butter

Die Eier werden getrennt. Die Eigelbe werden mit Wasser und Zucker so lange aufgeschlagen bis es eine dicke Masse ergibt. Dann das Eiweiß mit Salz steif schlagen. Mehl, Stärke und Backpulver sieben und vermischen. Jetzt die Hälfte vom Eischnee und die Hälfte der trockenen Zutaten vorsichtig in die Ei-Zuckermasse falten. Wenn alles gut vermischt ist, kommt jeweils die andere Hälfte. Ganz am Ende kommt die Butter.

Die Springform einfetten und die Teigmasse einfüllen.
Bei 180°C etwa 20 Minuten backen. Es empfiehlt sich, dem ganzen einen kleinen Aluhut aufzuziehen (passt ja zur aktuellen Lage).
Bevor der Ofen am Schluß abgeschaltet wird, bitte via Stäbchenprobe testen ob er durch ist (Spieß rein, wenn er sauber raus kommt ist der Kram gar).

Fünf Minuten in der Form auskühlen lassen, dann den Ring lösen. Kopfüber auf einen Teller mit Backpapier stürzen und dann vor allen weiteren Schritten komplett abkühlen lassen.

Ich lasse Kuchen der zu befüllen und einzustreichen ist ganz gerne über Nacht stehen, dann kann man ihn am nächsten Morgen weiter bearbeiten und nachmittags ist er dann schön durchgezogen und kann genossen werden.


Erdbeereis-Creme
250g Mascarpone
250g Quark
100-150g Erdbeeren (frisch oder gefroren, wenn sie gefroren sind erst auftauen lassen)
Zucker nach Belieben
1TL Vanillearoma
2 Päckchen Sahnesteif/ Sahnefest

Diese Creme muss man nur ganz einfach zusammenrühren und pürieren, dann etwa eine Stunde kaltstellen. Sie schmeckt nachher wirklich wie Erdbeereis.

Den Kuchen quer teilen, füllen (man kann noch frisches Obst in der Mitte verteilen) und dünn (!!!) einstreichen. Dann kommt er für eine weitere Stunde in den Kühlschrank, ebenso die Creme.
Danach kann dann der Rest der Creme auf dem Kuchen verteilt werden.

Ich habe mir in diesem Jahr jegliche Cake-Topper-Plastikscheiße und Fondant-Frickelei gespart und einfach ein paar Kekse gebacken, die ich mit Schokolade verziert habe. Also alles essbar und auch nicht das Gefühl von: "Ich habe 73 Tage an den Fondantfiguren gesessen, das ist doch viel zu schade...". Da ich ein komplettes Keksteigrezept gemacht hatte, habe ich noch ein paar Kekse zum Verschenken an die "Haustür-Besucher" gehabt. Die "Goodie-Bag" für Arme (ich hasse diesen komischen Trend, bei dem man jedem Besucher noch irgendwelchen Quatsch mitgeben soll) und Faule.



Kind glücklich, Mann satt, ich zufrieden mit meinem Machwerk.

Wir hatten diese Torte höchst feudal zum Mittagessen und am nächsten Tag gab es nachmittags auch nochmal ein Stück.

An Quark kann man so ziemlich alles benutzen, was einem im Supermarkt vor die Flinte kommt, es sollte geschmacklich keinen Unterschied machen.



Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Super easy Trüffel

Diese lieblichen Kleinigkeiten habe ich zu Weihnachten gemacht und verschenkt. Wirklich super super einfach, man braucht nur zwei Zutaten und sie sind sehr lecker.  Man benötigt nur zu gleichen Teilen gezuckerte Kondensmilch und Backkakao. Vom Kakao empfehle ich, noch etwas in der Hinterhand zu haben. Das braucht man.   Die Kondensmilch ganz kurz aufkochen und dabei immer durchrühren, damit auch nichts anbrennt. Jetzt kommt der Backkakao dazu, aber nicht alles auf einmal und am Besten gesiebt. Immer weiter rühren, bis eine halb feste, klebrige Masse entsteht (etwa wie geschlagene Butter).  Dann braucht man eine Form. Flach, hoch, rund - völlig egal. Am Besten mit Frischhaltefolie auskleiden, damit nachher keine Schweinerei stattfindet. Dort wird die Masse nun hineingestrichen und dann so lang im Kühlschrank gelassen bis sie recht fest und vollständig abgekühlt ist.  Danach holt man den Schoko-Block aus dem Kühlschrank und pude...

Yufkarollen mit Hackfleisch und Spinat

So gaaaaaanz langsam reicht es mir persönlich mit Temperaturen über 30°C. Euch auch?  Meine Meinung dazu ist, ab September hat das nur noch maximal 23°C zu sein, damit man langsam die Pullover auspacken kann. Warum?  Ich bin im Winter geboren und wahrscheinlich mag ich daher den Sommer einfach nicht. Obwohl - ein paar Dinge am Sommer gut sind: laue Sommerabende, Sommerregen, Gewitter. Aber Wespen, Schweiß und Sonnenallergie tausche ich jederzeit gerne gegen einen richtig matschigen Wintertag in der Innenstadt.  Im Winter kann man endlich auch wieder richtig herzhaft essen. So etwas wie das folgende Rezept.  Passt auch gut in eine Lunchbox und daraus lebe ich momentan verstärkt. Der neue Job ist super großartig, aber entspannt zuhause mittags zu essen kann ich vergessen. Man kann nicht alles haben - ihr habt jetzt das Rezept: 8 Yufka-Blätter 300g Rinderhack 1 Paket Rahmspinat eine Zwiebel 2 Knoblauchzehen Cayennepfeffer Salz getrocknete Minze (1 EL) gertocknet...

Veganes Burrito-Pilzhack mit Cashew-Frischkäse

Im Zuge der öffentlichen Berichterstattungen über Zustände in einigen fleischverarbeitenden Betrieben in Deutschland haben sich viele gefragt: "Wie geht eigentlich ein bisschen mehr vegan?" . Und diese Frage ist ja durchaus berechtigt, sind wir doch alle in dem Glauben erzogen worden Fleisch ist ausschließlich gesund und gut und wichtig. Mein Mann sagt oft, früher habe es bei ihnen zuhause täglich Fleisch gegeben. Mittlerweile ist das aber nicht mehr so.  Meine Mutter galt mit Grünkernbratlingen als Öko, und so uncool ich das früher auch fand - eigentlich ist das genau richtig so gewesen und auch wir verzichten knapp 5 Tage in der Woche auf Fleisch. Mini-Me isst unter der Woche im Kindergarten. Dort gab es auch fast täglich Fleisch und das stieß mir sauer auf. Bevor ich aber etwas sagte wurde zum Glück der Caterer gewechselt und so kommt Mini jetzt oft in den Genuss von vegetarischem Essen wie Chili sin Carne, Veggie-Schnitzeln und Gemüseauflauf. Ich stehe nicht wirklich auf...