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Asiatische Dämpfbrötchen

Wieder so ein Klassiker meiner Mutter. Die Zusammenstellung hört sich zunächst komisch an, aber es schmeckt wirklich tierisch gut. Auch im Curry mag ich gerne Obst wie Bananen oder Ananas. Diese Brötchen gab es zu allen möglichen Anlässen und waren immer ein Hit.



Da meine Mutter ihr Ur-Rezept verbummelt hat, musste ich etwas improvisieren, vor allem beim Teig. Schlussendlich entschied ich mich für das Knedliky-Rezept, welches mir von einem Freund zur Verfügung gestellt wurde. Knedliky kommen eigentlich aus der böhmischen Küche, es ist also eine Liebesgeschichte aus Tschechien über Asien bis in meine Küche und auf meinen Teller.

Asiatische Dampfbrötchen mit Hackfleischfüllung

Füllung:
500g Hackfleisch 
Eine banane
2 Frühlingszwiebeln 
3 EL Sojasoße 
2 EL sweet chilli Soße
Salz nach Geschmack 
2 Prisen getrockneter Koriander 

Teig:
250g Mehl Type 405
250g Instantmehl doppelgriffig (kriegt man eher im Supermarkt als im Discounter) 
Ein ei
Ein Paket Trockenhefe 
2 EL Salz
1 EL Zucker
300ml lauwarmes Wasser

Zunächst macht man den Teig. Alle Zutaten miteinander vermischen und verkneten. Der Teig sollte sich vom Schüsselrand lösen, dann ist er fertig. Abdecken und eine Stunde gehen lassen. 


In der Zeit brät man das Hackfleisch an, zermatscht eine Banane und schneidet die Frühlingszwiebeln klein. Die Banane kommt mit den Soßen in die Pfanne und dann sollte man das gut "trocken" braten lassen, also so dass die Flüssigkeit ausreichend verdampft und es nicht im Wasser steht. Erst dann den Koriander und die Frühlingszwiebeln dazu und beiseite stellen. Das wird alles noch beim Dämpfen gar.



Ist der Teig fertig gegangen, knetet man ihn nochmal gut durch und dann teilt man sich 10-12 gleich schwere Teigstücke ab (70-90g) und rollt sie zu Kugeln, welche dann auch nochmal 15 Minuten gehen sollten. 

Man nimmt eine Kugel, bemehlt sie ausreichend und rollt sie zu einem Kreis aus. Dann 1-2EL der Hackmischung in die Mitte geben und die Ränder ordentlich zusammendrücken. Entweder lässt man es in diesem "Säckchen-Look" oder man dreht sie um und bringt es vorsichtig in Brötchenform. Vorsichtig dabei, damit der Teig nicht reißt oder aufplatzt. 




Jedes Säckchen/Brötchen bekommt jetzt ein eigenes kleines Stück Backpapier, auf das es aufgesetzt wird.
Der "Sack-Look"

Da ich keinen Dämpfkorb oder Dampfgarer habe, habe ich einen Abkühlrost in eine große Pfanne mit Deckel gestellt. Etwas Wasser darin zum Kochen bringen (nur etwas sprudelnd, nicht zu stark, damit die Brötchen kein Wasser abbekommen) und die Brötchen auf den Rost legen. Deckel schließen.

Mein improvisierter Dampftopf




Nach 10-15 Minuten im Wasserdampf sind die Brötchen fertig und sollten alsbald serviert werden. Kocht man sie für den nächsten Tag vor, sollte man sie vor dem Aufwärmen anfeuchten.

Ich habe dazu ein Mischgemüse aus Mungobohnenkeimen, Chinakohl und Möhren gemacht. Es empfiehlt sich auch eine Soße dazu, bei uns einfach sweet chilli.









Variation: Die Füllung ist ohne Probleme auch vegetarisch zu machen. Chinakohl, Paprika, Möhren und Zucchini würden sich gut anbieten. Um den Teig vegan zu machen, lässt man das Ei weg und benutzt 100g geschmolzene Margarine und einen Schuß Pflanzenmilch nach Wahl.

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