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Survivalguide für Kortisöhnchen

... Nur noch 3x eine halbe Tablette und dann ist es soweit, dann setze ich mein Kortison ganz ab!!! Bäm!
In den letzten Wochen habe ich viel darüber gelesen und gelernt und dachte, ich erstelle mal eine Agenda, wie man das übersteht.

1. Kein Stress
Es ist sehr förderlich, sich für einige Dinge eine gesunde "Leck mich am..." - Einstellung zuzulegen. Im Verlauf der Behandlung kommt man immer wieder an Grenzen und es ist sehr wichtig, im Hinterkopf zu behalten was man sich da eigentlich einwirft -> puren Stress.
Dinge, die ich dafür tun musste:
- mal rechts ranfahren, durchatmen, dann erst wieder losfahren
-Meditation
-Dinge erst mal hören wie sie gesagt werden und nicht interpretieren
-bewusst Aktivitäten in den Tag integrieren, die einem gut tun
- Auszeiten
-Handy und Arbeit mal bewusst liegen lassen

2.Trinken
Persönlich hatte ich dauernd Durst und ich bin ein schlechter Trinker, aber selbst wenn man nicht viel Durst verspürt, sollte man ausreichend trinken. Das hilft ungemein. Und gerade wenn man absetzt, sollte man dafür sorgen, dass alles ordentlich durchgespült wird.

3. Schlaf
Mein Schlaf-Wach-Rhythmus ist trotz der kleinen Dosis noch gestört. Wache ich also zu früh auf, versuche ich es mit "aktivem Ruhen". Also Augen zu und die Gedanken auf Beruhigendes lenken. Manchmal schlafe ich dann wieder ein, manchmal nicht, aber ich fühle mich zumindest nicht ganz so schlimm zerknautscht, wenn der Wecker klingelt.

4. Essen
Es hat mir einigermaßen geholfen, in der Behandlungszeit öfter, aber kleinere Mahlzeiten zu essen. Dazu wenig Fett, Salz, Zucker, keine Schärfe oder Säure. Die letzten beiden Punkte eigentlich nur, weil der Magen angegriffen ist. Ich habe oft unter Übelkeit und Magenschmerzen gelitten. An solchen Tagen gab es dann immer nur Toast oder Zwieback. Die Beschwerden werden aber besser, je weiter man die Dosierung herunterfährt.
Immer etwas in der Tasche zu haben, was man essen kann ist eine gute Idee.

5. Es nehmen wie es kommt
Mein Gesicht ist aufgequollen, ich hasse Spiegel, zwischenzeitlich hatte ich heftige Nebenwirkungen, konnte kaum gehen, war zitterig und insgesamt unglücklich über alles. Aber mittlerweile habe ich meinen Gehstock-Buddy in die Ecke verfrachten können. Und ich habe wieder angefangen Sport zu treiben, um meinem Körper mehr Spannung zu verpassen. Aber alles in Maßen, man kann sich nicht zu sehr verausgaben.

Ich hoffe, dass irgendwem diese Tipps helfen können.

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