Der Sommer hat uns nach wie vor ganz schön fest im Griff, aber heute kam endlich auch hier mal etwas Regen an. Das freut mich unbändig für die ganzen jungen Bäume die gepflanzt wurden. Aber sein wir mal ehrlich: so einen heißen Sommer gab es früher in diesen Breitengraden nicht. Also wer noch immer behauptet, den Klimawandel gäbe es nicht, den bitte ich inständig sich die Wetterlage von vor 25 Jahren oder so in Erinnerung zu rufen. Der deutsche Sommer lag nicht bei 38°C.
Allerdings interessiert es mein Kind kein Bisschen, wie warm es ist. Fragt man ihn, was er essen möchte kommen zwei Dinge zielsicher: Pfannkuchen und Möhrensuppe. Ich weiß auch nicht warum. Gerade der Wunsch nach "Schneemannnasensuppe" treibt ihn um. Meinen Mann treibt das sicherlich eines Tages in den Wahnsinn (er ist nicht der größte Fan von Möhren). Aber es ist die Regel, dass man sich gerne etwas wünschen darf, gerade am Wochenende.
Da die Temperaturen jetzt etwas sinken (sollen/wollen/bitte möchten!!!), konnte ich ihm diesen Wunsch tatsächlich mal wieder erfüllen. Aber nicht wie sonst, sondern mit einem kleinen Twist.
Bei süß-sauer denkt man ja gerne an asiatische Gerichte. Dieses hier hat aber nicht unbedingt einen touch davon. Es ist mehr mitteleuropäisches süß-sauer. Aber interessant und mein Mann fand sie sehr lecker!!! Vielleicht weil man im ersten Augenblick nicht auf "Möhre" kommt. Also kann man dieses Rezept bestimmt dazu verwenden, seinen lieben Mitmenschen mehr Gemüse unterzujubeln als denen lieb ist.
Für 4 Portionen Suppe benötigt man:
400g Möhren
400g Möhren
100g Schmand
1EL Honig
2 EL Essig
Salz, Pfeffer, Muskat, evtl Suppengemüse, etwas Currypulver, Zwiebelpulver
Wasser, gekörnte Brühe
eine Frühlingszwiebel
Zwiebelringe:
eine mittlere Zwiebel
2 EL Mehl
2 EL Speisestärke
Salz
Bratöl
Man startet mit den Möhren, die geschält und kleingeschnitten werden. Dabei braucht man nicht besonders ordentlich zu sein, am Ende wird alles püriert.
Die Möhren knapp mit Wasser bedecken und nach Geschmack gekörnte Brühe, Suppengemüse und Salz einrühren. Dann den Honig zugeben und kochen bis die Möhren weich sind.
Vom Herd nehmen und nach einer kurzen Abkühlphase pürieren. Den Schmand unterziehen, ebenso die restlichen Zutaten (also abschmecken). Mit dem Essig ruhig vorsichtig sein, sonst nimmt er am Ende die ganze Süße heraus und das wollen wir ja vermeiden.
Die Suppe warmhalten.
Für die Zwiebelringe die Zwiebel in Ringe schneiden und in der Mixtur aus Stärke, Mehl und Salz wälzen. Das Bratöl ein paar Millimeter hoch in einem Topf auf 175-200°C erhitzen und die Ringe ein paar Minuten darin knusprig werden lassen, etwa 3 Minuten. Danach auf etwas Küchenkrepp kurz das überschüssige Fett abgeben lassen.
Die Frühlingszwiebel putzen und fein hacken.
Danach ist es fast schon angerichtet und alle können es sich schmecken lassen.
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