Direkt zum Hauptbereich

Vanillekipferl

Hielte man in meiner Familie ein Voting für den "besten Weihnachtskeks" ab, wäre die Antwort wahrscheinlich einstimmig. Vanillekipferl sind hier extrem beliebt, auch wenn die gefüllten Fruchtringe meines Mannes wirklich wirklich gut sind. Und während ich der gekauften Version Null Komma nix abgewinnen kann, bin ich dafür ein umso größerer Fan von den selbst gemachten meiner Omi (die hier eigentlich nur "Mutti" hieß). Sie zerfallen bei Kontakt mit der Zunge quasi zu Feenstaub, brauchen nicht 48 Zutaten und sind wirklich ein ganz zartes Gebäck. 

 Meinem Bruder gebührt wahrscheinlich deswegen mein ewiger Neid. Denn er bekam zum Namenstag tatsächlich jedes Jahr einen ganzen Beutel davon, während ich mir mit Namenstag im Sommer keine Weihnachtsplätzchen wünschen konnte. Aber heute bin ich alt genug, diese Plätzchen auch immer mal wieder im Jahr zu machen weil ich es kann.



Kommen wir also zu den Zutaten:

100g gemahlene Mandeln
70g Zucker
280g Mehl
210g weiche Margarine

6 Päckchen Vanillezucker (entspricht 48g)


Mandeln, Mehl, Zucker und weiche Margarine werden zu einem Teig verknetet. Den Ofen auf 160°C vorheizen. Aus dem Teig nun 5g (ja, FÜNF!) schwere Hörnchen formen. Auf dem Backblech etwas Platz zwischen den Plätzchen lassen, denn sie gehen tatsächlich eine Idee auf. Etwa 25 Minuten backen und noch heiß in den Vanillezucker schmeißen (sehr vorsichtig, sie sind zerbrechlich). Ich stippe nur die Oberseite hinein und lasse sie dann komplett auskühlen. Tatsächlich sind sie dann am allerbesten, wenn sie wieder etwas Wasser gezogen haben, also einpacken und ein paar Tage warten, immer mal wieder probieren (nur zur Sicherheit natürlich!!).


Und das sind sie auch schon: die besten Weihnachtsplätzchen ever. 

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Veganes Burrito-Pilzhack mit Cashew-Frischkäse

Im Zuge der öffentlichen Berichterstattungen über Zustände in einigen fleischverarbeitenden Betrieben in Deutschland haben sich viele gefragt: "Wie geht eigentlich ein bisschen mehr vegan?" . Und diese Frage ist ja durchaus berechtigt, sind wir doch alle in dem Glauben erzogen worden Fleisch ist ausschließlich gesund und gut und wichtig. Mein Mann sagt oft, früher habe es bei ihnen zuhause täglich Fleisch gegeben. Mittlerweile ist das aber nicht mehr so.  Meine Mutter galt mit Grünkernbratlingen als Öko, und so uncool ich das früher auch fand - eigentlich ist das genau richtig so gewesen und auch wir verzichten knapp 5 Tage in der Woche auf Fleisch. Mini-Me isst unter der Woche im Kindergarten. Dort gab es auch fast täglich Fleisch und das stieß mir sauer auf. Bevor ich aber etwas sagte wurde zum Glück der Caterer gewechselt und so kommt Mini jetzt oft in den Genuss von vegetarischem Essen wie Chili sin Carne, Veggie-Schnitzeln und Gemüseauflauf. Ich stehe nicht wirklich auf...

Chicken Pot Pie

Auf Facebook folge ich recht vielen Kochseiten in englischer Sprache. Aus dem amerikanischen Raum lese ich oft "comfort Food" oder "Soul food" in Verbindung mit etwas, was sich "Pot Pie" nennt. Es hat mich schon länger gereizt, aber da wir momentan recht selten Fleisch essen, musste ich das richtig planen 🙈. Jedenfalls habe ich gestern einfach mal herumprobiert. Es empfiehlt sich eine Tarte- oder Pieform, sowas habe ich nicht, weswegen ich einfach eine Springform mit 26cm Durchmesser nahm. Ging auch ganz gut. Perfekt war es nicht, aber auf jeden Fall sehr lecker. Der Teigrand war knusprig-buttrig und die Füllung eine Mischung aus Muttis Hühnersuppe und Omas Frikassee. Für die ganze Familie an einem kalten Mittag genau das Richtige. Teig: (würde ich zuerst machen, denn der muss in den Kühlschrank bevor er weiter verwendet wird) 550g Mehl 405 50g Weizenvollkornmehl 100g Wasser 300g Margarine 6g Salz Alles zu einem Teig verkneten (mit den Händen...

Wraps

Wraps finde ich super genial.  Sie sind wandelbar und daher für richtig viele Rezepte zu benutzen. Man kann Salate darin einwickeln, sie als Böden für herzhafte "Torten" nehmen, schnell eine Quesadilla zubereiten (z. B. verkatert zum Konterbier) oder Lachshäppchen als schicken Aperitif servieren.                                                                                              Diese hier sind vegan und können entweder nur mit Weißmehl oder auch als Vollkornmischung gemacht werden. Auch mit Leinsamen kann man sie etwas vollwertiger machen.  220g Mehl 100ml warmes Wasser 1/4 TL Backpulver 1/2 TL Salz 2 1/2 TL Öl (am besten geschmacksneutral) Ist ja jetzt grundsätzlich nicht viel, was man braucht un...