Auf Facebook folge ich recht vielen Kochseiten in englischer Sprache. Aus dem amerikanischen Raum lese ich oft "comfort Food" oder "Soul food" in Verbindung mit etwas, was sich "Pot Pie" nennt.
Es hat mich schon länger gereizt, aber da wir momentan recht selten Fleisch essen, musste ich das richtig planen 🙈.
Jedenfalls habe ich gestern einfach mal herumprobiert. Es empfiehlt sich eine Tarte- oder Pieform, sowas habe ich nicht, weswegen ich einfach eine Springform mit 26cm Durchmesser nahm. Ging auch ganz gut. Perfekt war es nicht, aber auf jeden Fall sehr lecker. Der Teigrand war knusprig-buttrig und die Füllung eine Mischung aus Muttis Hühnersuppe und Omas Frikassee.
Für die ganze Familie an einem kalten Mittag genau das Richtige.
Teig: (würde ich zuerst machen, denn der muss in den Kühlschrank bevor er weiter verwendet wird)
550g Mehl 405
50g Weizenvollkornmehl
100g Wasser
300g Margarine
6g Salz
Alles zu einem Teig verkneten (mit den Händen geht es am Besten) und dann abgedeckt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank parken. Wäre also schon mal erledigt. ✔
Füllung:
ein ganzes Huhn (ca 1 kg)
3L Wasser
Brühwürfel (ich mache meine selber und hau die dann in alles rein)
250g tiefgefrorene Erbsen
zwei Möhren
ein Bund Staudensellerie
Petersilie
Mehl
Fett
Salz
Das Wasser mit Brühwürfeln aufmotzen, Huhn rein und das Huhn im Wasser garen. Herausnehmen und das Fleisch abzupfen und zerkleinern. Haut und Knochen gehen zurück in die Brühe, die wir jetzt auf 2L einkochen lassen. Dann abschmecken, Haut und Knochen heraus. Von der Brühe messen wir uns etwa 650-700ml ab. Den Rest friert man sich für die Erkältungszeit ein. 💡💡💡(schlau gedacht, gewusst wie!)
Da unser Topf ja jetzt erst mal leer ist (weil ihr natürlich sofort die Brühe abgemessen habt und den Rest schon zum Abkühlen hingestellt habt!), könnt ihr mit etwas Fett schon mal den kleingeschnittenen Sellerie, die geschälte und kleingeschnittene Möhre und die Erbsen anschwitzen.
In einem anderen Topf Fett zerlassen und mit Mehl eine Mehlschwitze herstellen, in die dann unsere feine Brühe kommt. Diese Soße darf schön dick werden und kommt dann zum Gemüse. Dazu gesellt sich das kleingeschnittene Hühnerfleisch. Auf niedriger Hitze köcheln lassen und mit Salz abschmecken, eventuell noch etwas Milch dazu geben.
Während die Füllung vor sich hin blubbert kommt der Teig aus dem Kühlschrank. Ausrollen, ausschneiden und eine gefettete Form damit auskleiden. Den Rand nicht vergessen auszukleiden und überall mit einer Gabel einstechen. Bei 180 Grad blind backen (aka bis der Teig nicht mehr glänzt, er ist jetzt angebacken aber noch nicht gar), was maximal 10 Minuten dauern sollte.
Herausholen und die Füllung hineingeben, aus dem restlichen Teig einen Deckel ausschneiden, eventuell noch ein bisschen "Deckel-Deko" (wofür ich mich einfach zu faul fühlte). Den Deckel auf den Pie legen und 3x einschneiden, damit der Dampf entweichen kann.
Zurück in den Ofen und 30-40 Minuten fertig backen. Nach dem Herausnehmen tut ihr euch den größten Gefallen, wenn ihr den Pie noch mindestens 10 Minuten unangetastet stehen lasst, idealerweise 15-20 Minuten. Dann "setzt" er sich schön.
Vegetarische bzw vegane Version:
Das Huhn weglassen, eine Gemüsebrühe selbst machen oder einfach aus dem Glas nehmen. Der Teig ist ohnehin vegan, belässt man es beim Fett bei Margarine kann man es ohne große Probleme vegan halten. Wem die Soße so aber nicht cremig genug ist, der bedient sich einer fix gemachten Cashewmilch oder einem anderen pflanzlichen Produkt.
Ruckzuckversion:
Eine Brühe aus dem Glas nehmen und zum kochen bringen, hier kann man auch einfach nur die benötigten 700ml nehmen. Bereits bearbeitetes Fleisch (Geschnetzeltes, Filets...) kurz anbraten und dann in der Brühe gar ziehen lassen. Dann nach Wunsch zerkleinern. Man kann fertige Teige kaufen und eine Gemüsemischung aus dem Tiefkühler benutzen.
Ausreden, es nicht zu probieren, gibt es also fast nicht. 😇
Ich wünsche gutes Gelingen und hoffe auf Erfahrungsberichte
Es hat mich schon länger gereizt, aber da wir momentan recht selten Fleisch essen, musste ich das richtig planen 🙈.
Jedenfalls habe ich gestern einfach mal herumprobiert. Es empfiehlt sich eine Tarte- oder Pieform, sowas habe ich nicht, weswegen ich einfach eine Springform mit 26cm Durchmesser nahm. Ging auch ganz gut. Perfekt war es nicht, aber auf jeden Fall sehr lecker. Der Teigrand war knusprig-buttrig und die Füllung eine Mischung aus Muttis Hühnersuppe und Omas Frikassee.
Für die ganze Familie an einem kalten Mittag genau das Richtige.
Teig: (würde ich zuerst machen, denn der muss in den Kühlschrank bevor er weiter verwendet wird)
550g Mehl 405
50g Weizenvollkornmehl
100g Wasser
300g Margarine
6g Salz
Alles zu einem Teig verkneten (mit den Händen geht es am Besten) und dann abgedeckt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank parken. Wäre also schon mal erledigt. ✔
Füllung:
ein ganzes Huhn (ca 1 kg)
3L Wasser
Brühwürfel (ich mache meine selber und hau die dann in alles rein)
250g tiefgefrorene Erbsen
zwei Möhren
ein Bund Staudensellerie
Petersilie
Mehl
Fett
Salz
Das Wasser mit Brühwürfeln aufmotzen, Huhn rein und das Huhn im Wasser garen. Herausnehmen und das Fleisch abzupfen und zerkleinern. Haut und Knochen gehen zurück in die Brühe, die wir jetzt auf 2L einkochen lassen. Dann abschmecken, Haut und Knochen heraus. Von der Brühe messen wir uns etwa 650-700ml ab. Den Rest friert man sich für die Erkältungszeit ein. 💡💡💡(schlau gedacht, gewusst wie!)
Da unser Topf ja jetzt erst mal leer ist (weil ihr natürlich sofort die Brühe abgemessen habt und den Rest schon zum Abkühlen hingestellt habt!), könnt ihr mit etwas Fett schon mal den kleingeschnittenen Sellerie, die geschälte und kleingeschnittene Möhre und die Erbsen anschwitzen.
In einem anderen Topf Fett zerlassen und mit Mehl eine Mehlschwitze herstellen, in die dann unsere feine Brühe kommt. Diese Soße darf schön dick werden und kommt dann zum Gemüse. Dazu gesellt sich das kleingeschnittene Hühnerfleisch. Auf niedriger Hitze köcheln lassen und mit Salz abschmecken, eventuell noch etwas Milch dazu geben.
Während die Füllung vor sich hin blubbert kommt der Teig aus dem Kühlschrank. Ausrollen, ausschneiden und eine gefettete Form damit auskleiden. Den Rand nicht vergessen auszukleiden und überall mit einer Gabel einstechen. Bei 180 Grad blind backen (aka bis der Teig nicht mehr glänzt, er ist jetzt angebacken aber noch nicht gar), was maximal 10 Minuten dauern sollte.
Herausholen und die Füllung hineingeben, aus dem restlichen Teig einen Deckel ausschneiden, eventuell noch ein bisschen "Deckel-Deko" (wofür ich mich einfach zu faul fühlte). Den Deckel auf den Pie legen und 3x einschneiden, damit der Dampf entweichen kann.
Zurück in den Ofen und 30-40 Minuten fertig backen. Nach dem Herausnehmen tut ihr euch den größten Gefallen, wenn ihr den Pie noch mindestens 10 Minuten unangetastet stehen lasst, idealerweise 15-20 Minuten. Dann "setzt" er sich schön.
Vegetarische bzw vegane Version:
Das Huhn weglassen, eine Gemüsebrühe selbst machen oder einfach aus dem Glas nehmen. Der Teig ist ohnehin vegan, belässt man es beim Fett bei Margarine kann man es ohne große Probleme vegan halten. Wem die Soße so aber nicht cremig genug ist, der bedient sich einer fix gemachten Cashewmilch oder einem anderen pflanzlichen Produkt.
Ruckzuckversion:
Eine Brühe aus dem Glas nehmen und zum kochen bringen, hier kann man auch einfach nur die benötigten 700ml nehmen. Bereits bearbeitetes Fleisch (Geschnetzeltes, Filets...) kurz anbraten und dann in der Brühe gar ziehen lassen. Dann nach Wunsch zerkleinern. Man kann fertige Teige kaufen und eine Gemüsemischung aus dem Tiefkühler benutzen.
Ausreden, es nicht zu probieren, gibt es also fast nicht. 😇
Ich wünsche gutes Gelingen und hoffe auf Erfahrungsberichte
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