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Our life with Corona



Aloha,

so, da habe ich wirklich lange lange nix mehr geschrieben. Es ist auch viel passiert, über das ich auf dieser Plattform (noch) nicht sprechen will. Aber: uns geht's allen gut, wir lassen uns nicht scheiden oder so. Nur steinige Wochen hinter uns.

Und ein paar haben wir auch noch vor uns. Seit Corona unser Denken täglich aufs Neue einnimmt, muss man richtig kreativ werden, gerade mit Mini-Mes daheim.

Ich habe ja das Glück, mit einem der liebsten und unstressigsten Kinder der Welt gesegnet zu sein. Allerdings denke ich auch, dass es uns allen in dieser Situation hilft, Routinen aufrecht zu erhalten bzw zu installieren.

Allerdings muss ich dem vorausschicken, dass ich derzeit zuhause bin und es daher etwas einfacher habe als die arbeitenden Eltern. Wie ich das anders handhaben würde - ich kann es nicht sagen und ich habe unendlich viel Respekt vor diesen Eltern.
Auch meinen Mann hat die Kurzarbeit erwischt, was unseren Tagesablauf aber nur minimal beeinträchtigt.

  • wir haben feste Zeiten für Mahlzeiten, zwischendurch planlos snacken kommt unter der Woche hier eigentlich nicht vor, da wir alle auf unser Gewicht achten müssen (außer Mini-Me). Was wir essen, steht vorher fest. Wir frühstücken etwas vor 7, Mittagessen gibt es um 12, gegen 15h eventuell einen kleinen Snack (eher fürs Kind) Abendessen um 18 Uhr. Mini darf mitentscheiden, was es gibt, was uns unendlich viel Drama spart.
  • Mein Mann geht 2x wöchentlich einkaufen (1x Montag, 1x Freitag). Bedeutet, wir planen ganz genau. Donnerstags wird man hier eher keinen frischen Salat essen, den gibt's lieber Dienstag. Wir versuchen, sehr bewusst und gesund zu essen, aber immer so dass es nicht langweilig wird. Interessanterweise momentan eher vegetarisch.
  • der Fernseher darf laufen - zu bestimmten Zeiten, bzw Sendungen. Denn sein wir mal ehrlich - ohne Fernseher käme ich hier zu gar nichts. Eine halbe Stunde vor dem Mittagessen und eine vor dem Abendessen brauche ich schon meine absolute Ruhe. Sei es für etwas "Homeoffice", kochen, Planung oder ein ruhiges Gespräch.
  •  wir gehen vor die Tür, aber immer mit ausreichend Abstand, oder wir nutzen einen Garten (Schwiegereltern oder so) wenn niemand anders da ist. Mini-Me hat während der letzten zwei Wochen Fahrrad fahren gelernt. Rausgehen ist wichtig, weil wir keinen Garten und keinen Balkon haben.
  • auch die Zubettgehzeit ist wie immer. Mini-Me 19 Uhr, wir um 22 Uhr.
  •  Sonntag Nachmittag bereiten wir uns auf die neue Woche vor. Es wird also aufgeräumt und gebügelt, als müssten wir alle am nächsten Tag wieder organisiert los. Das wird uns helfen, den Start ins "normale Leben" zu schaffen.
  • natürlich gibt es auch Ausnahmen. Das Wohnzimmer ist momentan gleichermaßen das Spielzimmer, im Kinderzimmer hält Mini-Me sich eigentlich nur zum Schlafen auf. Sonst ist das anders, aber im Moment hat er im Wohnzimmer den Platz den er braucht um auch mal Purzelbäume zu schlagen oder über die Möbel zu springen. Abends wird allerdings an die Seite geräumt, damit sich niemand aufs Fressbrett legt.

Am Wochenende sehen wir alles etwas entspannter, wir machen an jedem Wochenende eine besondere Sache. Bisher haben wir Home-Disco, Zelten im Wohnzimmer, Spieleabend und Kostümparty umgesetzt. Wir überlegen gemeinsam und planen dann. 

Dazu haben wir bei der Kostümparty zum Beispiel Freunde und Verwandte gebeten, den Namen unseres Sohnes auf einen Zettel zu schreiben und damit einen Selfie zu schießen. Die Fotos habe ich zu einem Video zusammengebastelt und so hatten wir einen Kostümwettbewerb mit Jury (die vorher kein einziges Foto der Kostüme gesehen hat, aber wir wollten ja auch, dass Mini-Me gewinnt). Er hat sich wahnsinnig über die vielen bekannten Gesichter gefreut, die seinen Namen hielten und dann gab es noch eine Urkunde.



Beim Camping im Wohnzimmer haben wir tatsächlich ein Zelt ins Wohnzimmer gebaut und auf der Luftmatratze geschlafen. Lagerfeuer kam von Youtube und Stockbrot aus dem Backofen... 









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